Ich habe mir bereits etwa 17 mal die Haare radikal umgefärbt, 6 mal aus modischen Gründen, 2 mal schreibe ich der Rettung einer widerum verpfuschten Farbaktion der ersten 6 mal zu und die restlichen Male DEM Grund der Haarveränderung: einer Trennung, einer Schieflage oder schlicht - einem Neuanfang.
Der oberflächliche Betrachter mag jetzt denken, selbst Serena van der Woodsen sollte mehr emotionale Stabilität zugesprochen werden, als einer Frau, die Lebensentscheidungen mit Wasserstoffperoxid und künstlichen Pigmenten unterstreicht - und obwohl ich ihm zu einem gewissen Grad Recht geben möchte - komme ich nicht umhin ihm zu sagen: es ist gar nicht so sehr die Farbe an sich. Es ist der ungewohnte Blick in den Spiegel.
Der oberflächliche Betrachter mag jetzt denken, selbst Serena van der Woodsen sollte mehr emotionale Stabilität zugesprochen werden, als einer Frau, die Lebensentscheidungen mit Wasserstoffperoxid und künstlichen Pigmenten unterstreicht - und obwohl ich ihm zu einem gewissen Grad Recht geben möchte - komme ich nicht umhin ihm zu sagen: es ist gar nicht so sehr die Farbe an sich. Es ist der ungewohnte Blick in den Spiegel.
Es geht darum etwas Reines, etwas Neues und Unbehaftetes an sich zu haben.
Schon als Kinder greifen wir, wenn wir uns vermalen lieber zu einem neuen Blatt, anstatt den Makel zu aktzeptieren und weiterhin unsere Energie in dieses Bunstiftgemälde zu stecken. Wer kann - fängt neu an, und wer genug Papier hat, kann hundert mal neu anfangen, ohne darüber nachdenken zu müssen.
Je älter wir werden, desto schwieriger wird es - neu anzufangen. Eine Haarfrisur hilft wie ein Pflaster, je schlimmer der Schmerz, desto größer muss das Pflaster sein. Eine Schaumtönung bei verpatzten Klausuren - Intensiv-Tönungen bei Seinskrisen. Aber jedes Pflaster verdeckt nur, was wirklich heilen muss. Die Blätter die wir neu anfangen können, werden je älter wir werden weniger und irgendwann sind sie ganz aufgebraucht. Wir können den Schmerz nicht mehr einfach zerknüllen oder wegfärben, nicht einfach so die Seiten herausreißen und ein völlig neues Kapitel anfangen, weil noch genug Platz übrig ist. Irgenwann muss man sich ihm stellen - oder - ihn ignorieren?
Aber es gibt auch den anderen, den man nicht ignorieren kann. Einen so heftigenSchmerz, der alles andere verdrängt. Der die ganze Welt in sich grau und taub werden lässt, sodass nichts anderes mehr wargenommen wird, außer wie weh es tut. Wie wir mit unserem Schmerz umgehen, liegt an uns. Betäuben. Radieren. Löschen. Einfach so oft Apfel-Z drücken bis es vielleicht auch irgendwann non-virtuell funktioniert. Neue Datei, egal welches Format, egal welche Einstellungen, doch einfach nur NEU! Ohne Erfolg. Denn Schmerz, echter Schmerz, lässt sich nicht irgendwo in irgendeinem Eisfach verbannen, wie eine Telefonrechnung. Er ist immer - irgendwo - da und bingt uns so dazu uns wie Idioten zu benehmen. Es gibt kein Rezept, keine einfache Lösung.
Je älter wir werden, desto schwieriger wird es - neu anzufangen. Eine Haarfrisur hilft wie ein Pflaster, je schlimmer der Schmerz, desto größer muss das Pflaster sein. Eine Schaumtönung bei verpatzten Klausuren - Intensiv-Tönungen bei Seinskrisen. Aber jedes Pflaster verdeckt nur, was wirklich heilen muss. Die Blätter die wir neu anfangen können, werden je älter wir werden weniger und irgendwann sind sie ganz aufgebraucht. Wir können den Schmerz nicht mehr einfach zerknüllen oder wegfärben, nicht einfach so die Seiten herausreißen und ein völlig neues Kapitel anfangen, weil noch genug Platz übrig ist. Irgenwann muss man sich ihm stellen - oder - ihn ignorieren?
Aber es gibt auch den anderen, den man nicht ignorieren kann. Einen so heftigenSchmerz, der alles andere verdrängt. Der die ganze Welt in sich grau und taub werden lässt, sodass nichts anderes mehr wargenommen wird, außer wie weh es tut. Wie wir mit unserem Schmerz umgehen, liegt an uns. Betäuben. Radieren. Löschen. Einfach so oft Apfel-Z drücken bis es vielleicht auch irgendwann non-virtuell funktioniert. Neue Datei, egal welches Format, egal welche Einstellungen, doch einfach nur NEU! Ohne Erfolg. Denn Schmerz, echter Schmerz, lässt sich nicht irgendwo in irgendeinem Eisfach verbannen, wie eine Telefonrechnung. Er ist immer - irgendwo - da und bingt uns so dazu uns wie Idioten zu benehmen. Es gibt kein Rezept, keine einfache Lösung.
Wir müssen uns unseren Schmerzen stellen. Denn das Leben - bringt ständig neuen Schmerz-
Und igendwann, ist es dann am 28.11.2011 genau 23:30 Uhr.
Ich bin auf der Autobahn. Ich komme vom Friseur.
Nur sind meine Haare nicht "neu", musste ich sie nicht radikal färben oder schneiden.
Ich habe sie nur intensivieren lassen. Weil ich das, wofür sie stehen, noch intensiver wahrnehmen will.
Den Neunfang, den letzen, den ich gemacht habe.
Den, den ich nicht versaut habe, den den ich nicht überfärben muss.
Ich brauche kein neues Blatt.
Ich male jetzt aus.
PS: Ein besseres Haar-Foto habe ich leider noch nicht, ich habs das hier heute Morgen schnell vor der Arbeit gemacht :)






































