8/31/2011

HERZSCHLAGGEBEND

Wenn ich schlechte Laune hab, sitze ich meistens auf dem Fußboden vor meinem Regal und krame Fotokisten heraus.
Entgegen der Mehrheit lasse ich noch alle meine Erinnerungsfotos von Ausflügen oder Urlauben entwickeln und kann sie, wenn mir danach ist, gepaart mit einer Tasse selbstgemachten Baileys-Kakao, durchstöbern undmich zurückzaubern lassen.

In diesem Fall 182km weg von Hamburg. Nach Warnemünde.
 Zurück zu dem Zeitpunkt vor genau einer Woche.

Anstatt das  GrauinGrau zu bekämpfen,  habe ich dort mit Blumen im Haar barfuß im Sand getanzt und Caipis von der Strandbar geholt, mir Souvenirs geprägt und die salzige Luft, die die Haare so krisselig macht auf meiner Haut gespürt.
Wenn ich die Augen zumache, kann ich fast noch die Marshmellows riechen, die wir jeden Abend über dem Feuer geröstet und zusammen mit Weißwein in Wollponchos gehüllt, genossen haben, wenn die letzten Sonnenstrahlen sich verzogen hatten und die Mücken unausstehlich wurden.

Ich schlendere durch die Supermärkte und suche noch immer nach der perfekten Melone, die genau so schmeckt wie die, die ich jeden Morgen beim Frühstück auf der Terasse gegessen habe.

Ich erinnere mich, wie wir nachts vom donnernden Gewitter und grellen Blitz geweckt worden sind und wie im Ferienlager über unsere Betten hinweg geredet haben, bis wir wieder einschlafen konnten.

Wenn ich im Ankleidezimmer über den noch immer nicht ganz ausgepackten Koffer stolpere und die Kartenspiele sehe,muss lachen und daran denken, wie wir bei Regenwetter mit Kerzen auf dem Tisch über 8 Stunden einfach nur Süßigkeiten gegessen, getrunken und gezockt haben.




Ich bin nicht wehmütig, ich bin unsagbar glücklich, denn diese 5 Tage haben mein Herz aufgefüllt, ich muss mich eben nur manchmal daran erinnern. 




















Pullover: MONKI
Rock: Zara TRF
Schuhe: ASOS
Haarband: H&M
Kette: K&M

Bikini: H&M
Sonnenbrille: ASOS

8/28/2011

ANS MEER BITTE




Es ist Freitag der 26.08.2011, 13.15 Uhr und ich blase Trübsal.
Vor 24h hab ich Fischbrötchen gegessen, mit meiner Liebsten gequatscht, bin Arm in Arm mit meinem Freund über sonnendurchflutete Promenaden geschlendert und habe Melone zum Frühstück bei lauer Brise genossen. Jetzt sitze ich nach nur 48h Kurzurlaub vor meinem Computer und starre den Himmel an. Flaute. Keine Ahnung ob ich bloggen, arbeiten oder einfach nur studenlang "Sabrina - total verhext!" schauen soll. Vielleicht sind das die letzten warmen Tage. Und ich? Sitze hier.

Die Mikrowelle piepst und serviert mir Aufbackburritos.  Das letzte wirklich Essbare in unserem Kühlschrank. Ich bin genervt.

Der Schlüssel klappert im Schloss - und dann kommt er durch die Tür, lässt die Tasche fallen und sagt:

"Scheiß auf die Arbeit. Komm, pack deine Sachen, wir fahren zurück ans Meer"

Einfach so.


Natürlich brauche ich nicht mehr packen. Ich hab nämlich nichtmal ausgepackt.

13.30 Uhr und ich sitze nach nur 14h Hamburg wieder im Auto auf dem Weg zum Strand. Natürlich hab ich was vergessen. Meine Kamera. Nur das Digiding hab ich dabei. Aber das ist egal. Wenn das Salzwasser auf der Haut prickelt und die Mojitos meine Zunge kühlen  - brennen sich die Erinnerungen von ganz allein ein.



Bikini: H&M
Brille: Topshop
weitere Bilder und Berichte folgen dann in den nächsten Tagen :)

8/23/2011

BRIEF AN DICH






Ich weiß nicht, warum wir Sachen auf die lange Bank schieben, aber wenn ich raten soll, dann hat es wohl viel mit Angst zu tun. Der Angst vor dem Versagen, vor Schmerzen, der Angst davor zurückgewiesen zu werden. Manchmal ist es nur die Angst davor, eine Entscheidung zu treffen. Denn was ist, wenn man falsch liegt? Und einen Fehler macht, den man nicht zurücknehmen kann?

Egal wovor wir Angst haben, eines ist mit Sicherheit wahr: Wenn das Abwarten schließlich mehr weh tut als die Angst davor eine Sache anzupacken, fühlt man sich, als würde man Steine im Magen tragen.

Und meistens - na ja fälle ich dann die falsche Entscheidung. Und werde zurückgewiesen.
Aber vielleicht war es auch die richtige Entscheidung.

Denn jetzt weiß ich - und sehe ich, dass einen echten Freund nicht ausmacht, wie gleich man sich ist, oder wie oft man sich sagt, dass man sich liebt.
Wieviel Zuneigung man einander gibt oder wieviel seiner Zeit man zusammen verbringt.

Ein echter Freund - ist einfach da.
So wie du mein Herz,
du bist immer da - genau dann, wenn es darauf ankommt.

Du fühlst wann es mir schlecht geht und stehst mir ungefragt zur Seite. Seit 8 Jahren.
Mit einem einzigen Blick in mein Gesicht weißt du was in meinem Kopf vorgeht.
Du hast mich noch nie verletzt und ich weiß du könntest mich niemals enttäuschen.
Du zögerst nie, du steckst für mich zurück, ich vertraue dir mein Herz an.

Wenn ich dich brauche, lässt du alles fallen und bist bei mir- um mich aufzufangen und zu trösten, zu motivieren oder einfach wieder in die Spur zu bringen.
Vor deiner Tür kann ich im Schlafanzug stehen und auch ohne 2 Flaschen Weißwein um Asyl bitten. Trotz Höhenangst steigst du für ein Strahlen in meinen Augen in das höchste Riesenrad - immer wieder.
Und ich wette wenn du müsstest, würdest du sogar einen Schwan bezwingen.

Ich hab dich lieb Frauki - und ich bin dankbar, dass es dich in meinem Leben gibt.


8/21/2011

FERNWEH

Die Sache ist die.
In Reiseführer zu schwelgen ist für freiheitsliebenden Menschen wie mich wie Opium.
Erst bin ich berauscht und danach ruhelos.
2 Tage habe ich mich jetzt durch 231 Seiten Insider-Low-Budget Tipps für New York gewälzt, Eindrücke gesammelt und Listen erstellt.

Gestern Nacht um 02:11 Uhr wahr klar - Ich muss hier weg.

Ich will ungeachtet meine Sachen in den Koffer schmeißen, zum Flughafen rasen und in den nächsten Flieger steigen, dem Himmel nah sein und ein neues Stück Land in mein Herz lassen.

Ich kann es nicht mehr abwarten.
Obwohl zumindest dieser Traum von New York wohl noch warten muss. Denn ich weiß nicht mehr, ob das Herz von diesem Menschen, mit dem ich diesen Traum erfüllen wollte, noch im gleichen Rhythmus mit meinem schlägt. Ob da überhaupt mal was geschlagen hat.

Also klappe ich den Reiseführer zu und gehe nach draußen. Hier oben, auf einem Schaukelbrett, ist es zwar nicht wie fliegen - aber doch irgendwie weit genug, dass ich mich immer wenn der Wind sich in meinen Haaren fängt, frei fühlen kann und alles leicht erscheint.

































 Hemd: H&M
Tank: Saint Noir
Armreif: H&M
Jeans: Mango

8/18/2011

RICHTUNG RICHTIG

Eigentlich hatte ich vor mich wenigstens 13 Zeilen über das Wetter auszukotzen, und über meinen Herbsthass zu philosophieren - wie letztes Jahr.
Und dabei fiel mir was auf.

Es hat sich ne Menge getan - seit letztem Jahr.
Vor gut knapp 365 Tagen nämlich, habe ich angefangen zu bloggen.
Erst recht unbemerkt und ohne jede Eigenwerbung - mittlerweile mit fast 150 Followern. Ich bin zufrieden - und hoffe dieser Selbstversuch der mittlerweile zum Herzprojekt geworden ist, wächst weiter.

Letztes Jahr um diese Zeit, saß ich in der Uni, dieses Jahr habe ich - sowas wie frei.
Ich denke ich bin vorangekommen, habe in den vergangenen Monaten gekämpft und 2 (eigentlich 3) Praktikumsplätze erarbeitet, die ich mir von Herzen gewünscht hatte.
Ich beginne im Oktober bei der Gala im Resort für Mode und mache im Januar 2012 bei Impressionen weiter. Ich hatte auch eine Zusage bei Kaviar Gauche in Berlin, habe diese jedoch abgesagt - bzw. verschoben.
Es mag versnobt klingen, aber die anderen beiden hatten die besseren Konditionen und mehr Zeit für Praktika habe ich nicht. Irgendwann will ich mit dem Studium ja auch mal fertig werden.

Es ist schwindelerregend wie schnell sich die Zeit gedreht hat in den letzten Monaten. Es ist soviel passiert, soviel Gutes. ich habe mich eingelebt in Hamburg, aber die Sehnsucht packt mich immernoch in Wellen. Dann will ich zurück - nach Berlin. Wo die Wohnungen groß und günstig sind.

Meine Haare sind auch nicht mehr dunkelbraun fällt mir auf, sondern back to nature. Red. Really red.

Ich bin zufriedener geworden und trotzdem sehnsüchtiger und leidenschaftlicher - nach mehr. 
Aber ich denke, das ist gut so.

Ich bin immernoch exzentrisch, emotional und Manhattan-Trinker.
Ich sage weiterhin meine Meinung - ob gefragt oder ungefragt.
Ich verblüffe immnoch fast täglich meine Mitmenschen  - und das soll auch so bleiben.
Ich war entgegen meiner Pläne noch nicht in New York, aber dafür bald mit meiner liebsten Katha in London - mal wieder :)

Geld gebe ich übrigens immernoch zuviel aus.


Genau wie Vertrauen, damit schmeiß ich weiterhin irgendwie zu freigiebig umher.

Obwohl -  ohne Vertrauen wäre ich wohl nicht in der Lage gewesen, den Menschen zurück in mein Leben zu lassen, der mir wirklich gefehlt hat im letzten Jahr.
Egal wieviel Mist  ich mir mit dem ganzen umherfliegenden Vertrauen, dass man noch leichter als Bargeld mit der VISA-Card von mir bekommt, eingebrockt habe - du warst es mir wert Saskia.



Bild: Last year -  almost same time.
Thanks to Sebastian Hundt. <3  
    Kleid: Kleine Seitengassenboutique - es steht zum Verkauf :)



8/17/2011

ABSOLUT PERFEKT






























Ich glaube die Welt ist nicht gemacht für perfekte Menschen - die habens schwer. Mit ihrer perfekten Persönlichkeit, ihrer perfekten Beziehung und ihrem perfekten Auftritt in ihrem perfekten Leben. Fehlerfrei, versteh sich.

Ich meine, sie finden einfach niemanden der zu ihnen passt. Alles unter ihrem sehr hoch (ganz wichtig zu erwähnen)  angelegtem Niveau, ihrem Aspruch, ihren Wertvorstellungen. Da kann man den Tag nicht genießen. Man hat keine Zeit für schlechte Filme - es sei denn das passt gerade perfekt ins Bild-  oder Kitschkäufe auf Flomärkten mit der besten Freundin.
Da gilt es, die soziale Stellung zu polieren, genau wie die angeschmutze Weste auf links zu drehen wo sie noch blitzweiß ist und -  ansonsten bleibt nur noch Zeit zum .. ich glaube - perfektionieren.

Der einzige Spaß versteht sich,  so wie ich das mitbekommen habe, im Herabblicken auf Nicht-Perfekte. Das wäre dann wohl ich.

Ich bin also lieber unperfekt - und verschlafe. So wie heute.
Ich mag es wenn ich meinen erst nach 30 Minuten aufgebenden Handywecker bezwinge. Dieses Siegesgefühl bleibt manchmal für den ganzen Tag.
Dann fühl ich mich stark und frei alles zu tun, was ich will.

Zum Beispiel endlich mal wieder einen Tag nur mit meinem Freund zu verbringen. Kommt man ja sonst nicht zu.
Anstatt  ohne Augenbrauen und gesellschatsfähige Frisur zur Uni zu hetzen und die ersten 3 Seminare zu verpassen, aber noch das 4. zu erwischen, haben wirs einfach sein gelassen, in Ruhe gefrühstück und uns einen völlig perf..ich meine unperfekten Tag im Hamburger Tropenaquarium gemacht. Ohne Handy, ohne Lernstress, dafür aber mit Hanuta und Haien.
Völlig Fehlerfrei.
















8/15/2011

B to S:'We are sisters. You are my family. What is you is me. There's nothing that you could ever say to make me let go'










Wenn ich traurig bin, dann zögerst du nicht.
Du versorgt mich mit Milkadonuts und heißer Schokolade.
Sagst nichts wenn ich nicht reden will und hörst zu, wenn ich es dann trotzdem tue.
Du bist da, ich muss dich nicht fragen.
Du nimmst mich in den Arm.
Mit dir bin ich nie einsam.
Und fast immer schokoladenverschmiert.
Du fehlst mir manchmal schon wenn du aus der Tür raus bist.
Mit dir ist Schweigen schön - und Reden noch viel mehr.
Ob wir im Regen durch die Straßen dieser Stadt stolpern,
gemeinsam losziehen und mit den gleichen Sachen an der Kasse landen.
Über unsere verkorkste Jugend lachen oder über jene, die uns diese bescherten. 
Vampire durch die Schanze jagen oder Seifenblasen in die Nacht pusten.
Eisbecher in verlassenen Shoppingcentern klauen oder die Welt verachten und Pläne schmieden.
Ob wir nun ohne Sinn und Rezept drauflos kochen und am Ende doch den Magen mit Sekt füllen.
Du bist da.
Einfach so.

Und ich genieße jede Sekunde.
Weil ich dir alles erzählen kan
Weil du mich in meinen abstrusesten Ideen unterstützt.
Weil du mir Hoffnung gibst und ich mich bei dir fallen lassen kann.
Weil wir beide Nate zum Kotzen finden und Little J zur Hölle fahren lassen.

Ich muss dich nicht ein Leben lang kennen, um dich fast ein Leben lang zu kennen.
denn manchmal glaube ich, ich hab dich schon immer gekannt - ohne es zu wissen.


Danke, das es dich gibt B.
xoxo
S.

NEVER PLANNED

Irgendwie vermisse ich dich nicht mehr. Ich wüsste nicht einmal was ich dir schreiben soll.
Komisch, wie schnell man sich fremd werden kann.
Noch bin ich immer mal wieder gefangen im FlashBack und denke an dich, aber ich hoffe, auch das wird aufhören ..


Pullover: H&M
Ring: H&M
Kette: Topshop
Armband: H&M
Haarband: Accessoirize
Lippenstift: MAC Ravishing
Nagellack: Catrice Wine-tastic




8/12/2011

NOT ABOUT YOU EITHER.




Nicht einen Meter könntest du in meinen Schuhen laufen.
Nicht zwei Minuten die ganzen Bälle in der Luft halten, die ich jeden Tag jongliere.
Du steckst fest, hängst irgendwo zwischen Rückschritt und Stillstand.
Zwischen Schönrederei und verzweifelte Scheinrealität.
Familiendrama und Imageschaden.
So - who the fuck are you to judge me?



8/10/2011

Outdoordusche

Als ich klein war konnte ich mir nichts schöneres vorstellen als ein Dachfenster.
Wahrscheinlich war es Herbst als ich diesen Wunsch ins Auge fasste, denn Kakao und prasselnder Regen sowie ein Himmelbett mit passender Wolldecke. Das passte einfach. Und dazu gehörte ein Dachfenster.

Ich habe noch immer keines aber zumindest prasselnden Regen habe ich genug.

Den von der miesen, fiesen Sorte der immer dann blitzartig zu Boden schießt, wenn ich schutzlos ausgeliefert zu meinem Auto stolpere, meine neuen Wildlederboots noch nicht imprägniert habe oder - vorzugsweise - 62 Minuten mit dem Glätteisen und viel Geduld meine Naturkrause gebändigt habe.
Warum auch nicht - ist ja immerhin August.

Zu dem Wunsch nach einem Dachfenster gesellte sich ebenfalls im jungen Alter der unbändige Wunsch nach einem Haustier.
Egal was, Hauptsache irgendwas mit Fell.
Nachdem mein Schildkrötenexperiment für gescheitert erklärt wurde, legten meine Eltern auch die Haustierfrage auf den Dachfensterstapel "abgelehnt".
Von da an beschloss ich einfach so zu "tun" als hätte ich ein Haustier - auch wenn es nur ein Wecker in Hahnformat war- und gab meinen Lieblingsgegenständen einfach Namen um sie zu Spielkameraden zu machen.
Aus dem Radiowecker wurde Wecki, aus dem Videorekorder Vidi und aus meinem ersten Auto Hans-Jürgen.

Mein neuster und liebster Partner ist Lutz. Lutz ist eigentlich nur eine Tasse, aber da ich ihn in den letzten 3 Wochen fast permanent an meiner Seite hatte, wurde aus dem einfachen Gefäß mein neuer, treuer Begleiter - Lutz.

In diesem Sinne: Lutz, der Kakao und ich warten bei prasselndem Regen im August auf das Dachfenster im Himmelbett -  und auf Morgen. 

8/09/2011

372
























Ich hab sie gezählt.
Es sind genau 372.

372  Tage haben wir in der selben Stadt gelebt, haben wir in den selben Läden geshoppt,
in den selben Restaurants gegessen, die gleichen Drinks getroffen und
- uns immer verfehlt.


Alles hat ein Ende. Auch diese hübsche Tradition.

Ich hab dich heute gesehen. Im letzten Gefühlsmoment in dem ich dich hätte sehen wollen.
Ich glaube an Schicksal.
An Bestimmung.
Ich wollte dich eigentlich zum Kaffee einladen aber.
Du konntest nicht.
Ich vielleicht am Ende auch nicht.

Und weil alles ein Ende hat. Fühlte die letzte Umarmung sich wohl auch an wie eben jene.


8/08/2011

VERMISST

Man könnte meinen die letzte Woche sei erst ein paar Stunden her.

Ich rieche noch den stechenden Geruch von Nagellackentferner in meinem Wohnzimmer.
45 verschiedene Farben - und wir in der Mitte.

Ich bin wieder allein. Und mit dem Trubel, dem Lärm und der unbeschreiblichen Nähe habt ihr irgendwie auch die Sonne mitgenommen.
Also sitze ich mal wieder im Grau und versuche es mit Weißwein anzumalen.

Ich will nicht das dieser Sommer endet, ich kann mich ja nicht einmal von einer einzigen Woche verabschieden.
Zuckerwatte
55m über dem Boden mit baumelden Füßen
Bauchschmerzen von zuviel Eis und Pommes
Salz auf den Lippen und Sonne auf der Haut
Wellenreiten und Gefühlskarussell fahren
Mojitos und Liebe im Kopf und vor allem uns.
Das soll noch nicht vorbei sein.

Ich will mit euch Rollschuh im Park fahren.
Will Tonnen von Torten testen
In den Zoo gehen
Robert wiederfinden,
Guacamole in ganzen Eimern ordern und glücklich sein.

Also messe ich meine Wand aus, ich will heute Rahmen kaufen,und dort alle die Bilder aufhängen, die mir das Glück festhalten.

Soviele Worte kann ich machen .. für nur einen einzigen Satz:

Ihr fehlt mir jetzt schon so schrecklich.

8/04/2011

SUMMERADDICTION


Es gibt nichts schöneres als Sommer.
Warmer, frischer Wind
aufspritzende Wellen,
Salz auf der Haut und Sonne im Gesicht.

Ich nippe an meinem Mojito und denke,

Es gibt nichts schöneres als Sommer.
Das ist so.


8/01/2011

ZERRISSEN PART II



Ich habe mich immer gefragt wie sich erwachen aus einer Ohnmacht wohl anfühlt.
Meistens machen die Leute die Augen auf, sehen erst verchwommen und dann klar.
Ich mache die Augen nicht auf, noch nicht.
Denn ich weiß, dass alles was ich nach und nach an Umrissen werde nur ernüchterndes Grau und pochender Kopfschmerz ist und...Realität.

Ich mag diesen Moment. Wenn es noch nicht Tag und auch schon lange nicht mehr Nacht ist.
Wenn man das Gefühl hat sich in diesem Nebel nochmal neu entscheiden zu können.
Dann - nur dann, bevor ich die Augen wirklich aufmache, fühlt sich die Welt wie ein leeres Papier an, das ich neu beschreiben kann.
Für einen Moment. Und das reichtmeistens schon.

Nur ist es nicht Morgen, die Nacht ist als ist gerade wieder näher als der Tag. Ich habe keine Ahnung wielange ich still war.


Ich greife nach meinem Handy und erkenne 5 Nachrichten. Fünf.
5 heißt nie was Gutes. Mindestens eine schlechte Nachricht ist bei dieser Anzahl ganz sicher dabei.
Mindestens.












Falls ich mir immer unsicher war wer ich bin, weiß ich es jetzt - ginge es nach ihr.
Nach ihr bin ich nicht nur  in erste Linie peinlich, lächerlich, ich bin gewissenlos und liederlich, bin zerstörerisch und selbstzerstört.

Niemand würde mich je lieben können.
Meine Gedanken, meine Gefühle alles zum Wegwerfen dumm, genau wie dieser Blog hier, den niemand ernst nehmen könne.
Und als würde es mir was bedeuten fügt sie noch hinzu, dass sie überglücklich ist in einer so ehrlichen Beziehung zu leben, und jetzt gerade, in diesem Moment, mit dem Mann den sie liebt und dem ich und unsere Freundschaft so wahnsinnig egal sind, neben sich in im Bett.

Ich kann noch immer nicht ganz klar sehen. Ich weiß nicht b es meine Gedanken oder der Raum sind, der sich dreht.

Aber ....Little J,
du liegst dort in diesem Bett mit diesem Mann, den du so liebst, den den du immer wolltest. Und anstatt ihn zu verführen und nach allen Regeln der Kunst willenlos zu machen, schreibst du seiner Ex ellenlange Nachrichten u.a. über einen Blog den du doch gar nicht liest, weil sie dir so egal ist.
ich meine, ich bin geschmeichelt aber weißt du was little J?
DAS ist peinlich.

Lina Mallon. Powered by Blogger.