10/31/2011

HALLOWEEN

Dunkle Gassen. Feuchte Steinwände. Spinnnweben. Ein flackerndes Licht. Ein dumpfes Geräusch hallt nach.

Ich bin kein Fan von solchen Ecken, schnell zu gruseln, ich kreische aus Solidarität mit meinen Freundinnen, sogar in der Geisterbahn vom Hamburger Dom mit – aber ich liebe Halloween.
Ich liebe es mich zu verkleiden, mir falsche Vampirzähne einzusetzen und Kunstblut zu verwischen. In passender Atmosphäre Steven King Verfilmungen zu gucken oder Edgar Allan Poe zu lesen. Ich trinke zum flackernden Kaminfeuer gern Rotwein aus mystischen Kelchen und dekoriere die Wohnung. Bestelle Pizza Diavolo und fühle mich dem Teufel damit ein Stückchen näher – als sonst schon :)
Es ist die einzige Zeit des Herbstes, die ich wirklich genieße – und sogar Kürbisse dafür schnitze.
Ich wünsche euch einen perfekten Halloween-Abend und dachte, ich stimme euch mal mit meinen selbstgeschnitzten Halloween-Kürbissen und einigen Moodbildern auf die schönste Nacht des Jahres ein.
Muahahahahahahahaha!

Das erste Bild zeigt meinen Freund und mich (noch mit dunklen Haaren) – im letzten Jahr – verkleidet als Joker und Rotkäppchen.
Kostümbilder aus diesem Jahr folgen asap – meine persönliche Halloweenparty steigt erst am Wochenende. 














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10/30/2011

3 WORTE

Wir alle haben schon Fehler gemacht.
Manche von uns, haben vielleicht im Kindergarten mal ein anderens Kind in den Dreck geschubst.
Andere, schlimmere Wunden hinerlassen als ein bisschen Matsch im Gesicht.
Doch gleicht sich  - was uns nach einem solchen Fehler, oder wie wir es bezeichnen mögen, bevorsteht.
Eine Entschuldigung.
Wir wurden gezwungen und zu entschuldigen.
Wir entschuldigten uns, aber wir meinten es nicht ernst.
Denn das blöde Kind, das wir geschubst hatten, hatte es voll verdient.

Nur - je schlimmer die Fehler sind, je älter wir werden. desto schwerer wird es, die Dinge, die man getan hat, wieder gutzumachen. Ist man aus den Sandkasten raus, darf man es nicht nur so sagen, man muss es auch so meinen.
Und trotzdem, sagen wir "Tut mir Leid" an den falschesten Stelle - universal. Wenn wir zu spät kommen, wenn wir uns durch die U-Bahn drängeln, wenn wir nach dem Weg fragen.
es ist eine Farce.
Es sind 3 Worte - die wir immer nur als Floskel hören und die wir - auch wir wirklich verletzt worden sind - trotzdem nie ernst nehmen können.

Und damit dem, der sie aus tiefstem Herzen benutzte - widerum einen noch schlimmeren Schmerz zufügen.

Den der Hilflosigkeit - und Verzweiflung.

Aber wenn uns wirklich etwas Leid tut, wir es sagen und es so meinen. Wenn unsere Taten mehr sagen als es Worte je könnten. Wenn wir es richtig hinkriegen, ist "tut mir leid" perfekt.
Wenn wir es richtig anstellen, ist "tut mir leid" eine Erlösung.
Und ein Anfang.








BERLIN BERLIN

Mal einen Tag frei nehmen.
Und ganz spontan morgens um 06:00 beschließen nach Berlin zu fahren.
Nach Hause
Mit den Mädchen.

Ich liebe solche Tage.
Im Morgengrauen auf der Autobahn.Zu heißer Kaffee.Zu klebrige Donuts.Trashmusik hören und laut mitsingen.Raubzüge planen.Raubzüge umsetzen.Zu Dritt bei Starbucks kuscheln und Leute beobachten.Hunger haben.Vor Hunger sterben.Ganz Berlin an einem tag sehen.Den Papst verfluchen.Die Sonne genießen.Steak bestellen.Kleine Indie-Läden finden und darin versinken.

Danke für einen Tag off. Von allem - nur von euch nicht.




 


















Outfit
Hose: zara TRF
Pullover: Monki
Schal: Monki
Hut: H&M
Bluse: Gina Tricot
Schuhe: Akira

10/29/2011

ME AND THE AUTUMN

So ein wenig stiefmütterlich ist unser Verhältnis ja schon noch.
Ich traue ihm nicht, dem Herbst.
Aber er gibt sich Mühe.
heute zum Beispiel.
An einem Happy Badest Hair Friday, den ich in der Sonne sitzend mit B. genossen und Vanilla Latte zum
Curry Bagel getrunken habe.
Vielleicht wird das ja doch noch was, zumindest mit ner Freundschaft.






Outfit:
Jacke: Vintage
Hose: Cheap Monday
Pullover: H&M
Schal: Gina Tricot
Nagellack: China Glaze - Papaya Punch
Ringe: H&M + Asos







10/28/2011

FASHION ON THURSDAY NIGHT

Sekt und Mode und Freunde
und gemeinsam Träume leben.
Mach ich gern mit dir.







































Top: H&M
Ring: Primark
Hose: Cheap Monday



10/27/2011

THE WORLD TURNED DIFFERENT

Man erlebt in Großstädten selten so klare Nächte, dass man jeden einzelnen Stern sehen kann.
Und ich erlebe es selten, dass ich unbeschwert bin. Dass ich genießen kann, ohne den Gedanken daran, dass auch dieser Moment vergänglich ist, dass nach einem Hoch immer ein Tief kommt  und dass vielleicht Nichts so ist wie es scheint.

Gerade – da ist mein Leben so unwirklich ausgefüllt, so unreal perfekt – dass ich es dieses Mal glauben kann.
Ich atme die tiefe Nachtluft ein lege den Kopf nach hinten und warte wie immer auf Sternschnuppen.
Nur weiß ich dieses Mal nicht, was ich mir wünschen soll.
Ich wünsche mir nicht mal, dass du wieder Teil meines Lebens wärst, so wie sonst immer.


Komisch ist, dass heute eigentlich nicht einmal eine besonderes Nacht ist.
Ich war einen Drink nach der Arbeit mit meiner Maria nehmen, hab geredet, gelacht, zuviele Nachos gegessen – wie so oft eigentlich.
Und trotzdem ist heute – alles anders.
Vielleicht, muss man manchmal nur die Augen aufmachen, genau hinschauen und keine Angst mehr haben, zu verlieren.
Denn wenn es sich nicht bedrängt und gefesselt fühlt, dann bleibt das Glück wohlmöglich auch.

Und jetzt weiß ich auch was ich mir noch wünschen kann.
Wenn auch nur ein ganz kleines Bisschen ...  dass du deine Augen auch aufmachst.








Outfit
Mantel: Zara - seen by one of the most beauftiful women alive: Franziska L.
Strumpfhose: H&M, last Season
Boots: Akira

10/26/2011

FORGET ABOUT THE WORLD


276 Tage bin ich nun schon ohne dich.
6624 Stunden habe ich deinen Pulsschlag nicht mehr gefühlt.
Geliebtes London.
Ich habe solche Sehnsucht nach dir.
Deiner Stimme
Deiner Eindringlichkeit
und der Freiheit die du mir gibst.

Nicht mehr lange, dann musst du für mich glitzern, mich beleben und mein Herz auffüllen.
Ich kann dich schon unter meiner Haut spüren -du kribbelst unaufhörlich.





10/24/2011

ADIEU

Das schlimmste ist immer der Abschied.
Und darum gibt es für uns auch keinen.
Ich sage dir niemals "Auf Wiedersehen". Ich entlasse mich nicht von dir.
Weil ich es nicht ertragen würde, den Moment selbst festzulegen an dem ich wieder ohne dich bin.
Von dem an ich beginne dich so schmerzlich zu vermissen, als hättest du mein Herz tatsächlich und anatomisch mitgenommen.

Du fehslt mir.
Hier bei mir.
Und jedes Mal wird es betäubender dich ziehen zu lassen.
Jedes Mal unerträglicher, dass du nicht näher sein kannst.
Dass du wieder gehen musst.
Ohne dich finden meine Gedanken den Weg nach Hause nicht.






10/22/2011

ALLE SIND IN PARIS

Wenn es überall nach Zuckerwatte und tiefrotem Punsch riecht, die Stadt sich nach Einbruch der Dunkelheit in buntes Glitzern taucht, die Temperaturen das erste Mal im Jahr unter Null Grad fallen und der Himmel so klar ist, dass man Sternschnuppen sieht, während einem der Atem gefriert,
dann weiß ich, dass es nur einen Platz gibt, an dem mein Herz diese Nacht, in der Wünsche wahr werden können, verbringen darf.

Den Platz an ihrer Seite.

Der mich wärmt, wenn mir der kalte Nachtwind ins Gesicht schlägt,
Der mich mitreißt, wenn mich unvermutet Angst vor großen Höhen packt.
Der mich festhällt, wenn ich dann trotzdem dabei bin, die Haftung zu verlieren.
Der zu mir gehört, wie ein lebenswichtiges Organ.

Ohne dich, ist dieser Ort kein Wunder mehr.
Ohne dich existierte er nicht.
Und die Suche nach ihm, schmerzte so viel mehr, als ihn einfach zu vergessen.

Nur du machst ihn für mich, zu etwas ganz Besonderem.
Du machst mich zu etwas Besonderem.

Du hast mein Herz - du bist mein Anker.










                                                                       
Schal - Gina Tricot
Jacke - Mango, vintage
Handschuhe - Bbe :*
Pullover - Asos
Rock - Monki
Bluse - H&M
Strumpfhose - Falke
Overknees - kleiner Laden in London
Schuhe-  Akira 
Tasche: H&m, last Season
Lippenstift: MAC - So Chaud. 


10/19/2011

LIFE CALLED ME BACK

Die schwere Eisentür schlägt hinter mir mit einem lauten Knallen zu.
Ich drehe mich nicht noch einmal um, ich kenne dieses Geräusch genau, er erschreckt mich nichtmal mehr - und irgendwie ist es, als wäre in diesem Moment eine Last mit einem ebensolauten Knall auch von mir abgefallen.
Es ist windig und regnet, ein Wetter zum Verkriechen. Aber das ist egal. Ich friere nicht einmal, ich bin einfach nur frei, gewärmt von Euphorie - und Dankbarkeit. Dass ich gehen darf. Und dass das hier, nicht das Schönste in meinem Leben sein muss.
Dass es Menschen gibt, die für mich da sind, die mir geholfen haben, ohne die ich es wohl nicht geschafft hätte, die mir Mut zugsprochen haben und mich aufgebaut haben.
Und die urplötzlich irgendwo in der Dunkelheit auftauchen, durch den Regen auf mich zukommen und mich ganz fest und lange in den Arm nehmen -  bevor wir gemeinsam gehen.

10/18/2011

ES GIBT IHN WIRKLICH

Es ist 9:22 Uhr ich stehe im Bunikowsky an der Kasse.
Mit einem College-Block für 1,79€
Meine Nerven liegen blank. Denn ich schreibe heute nicht nur eine wahnsinnig wichtige Klausur, ich habe zusätzlich keinen Plan wie ich sie bestehen soll. Außerdem hat vor 7 Minuten mein Glückskulli in Rosengold den Geist aufgegeben und mein Blog ist voll. Darum steh ich ja hier.
Ich hasse Mathe. Und ich hasse alle Menschen die Mathe nicht hassen.

"Tut mir Leid, aber ihre Karte funktioniert nicht, haben sie es vielleicht bar?"
Unvorbereitet werde ich mit diesem Satz aus meiner Triade gerissen und starre die Kassiererin ungläubig an.
Das kann nicht sein. Das KANN einfach nicht sein.
"Können Sie es bitte nochmal versuchen?"
Natürlich habe ich es nicht bar, ich habe nie etwas bar, das weiß der Pizzalieferant, das weiß der DHL-Typ, alle wissen das. Ich bin der "Karte-durch-Augen-zu"-Typ.
Ich sende ein Stoßgebet ab, aber komme zu spät, denn in diesem Moment stößt die Kasse den mir eigentlich nur am Monatsende sehr bekannten Ton aus. Karte abgelehnt.

Und genau in diesem Moment 9:23 Uhr - breche ich in Tränen aus. Weil ich nunmal kein Mathe verstehe, weil ich nicht weiß wie ich das schaffen soll, weil ich sowieso noch ungeschminkt bin und es keinen Unterschied macht und weil ich gerade nichteinmal anders kann.

Neben mir packt der Filialleiter gerade die Weihnachtssachen aus. Er sieht selber aus wie ein Weihnachtsmann, so groß und mit seinem Rauschebart und diesem behäbigen Bauch, der sich sicher auf und ab bewegt, wenn er lachen muss.
Bei dem Gedanken an Weihnachten und die Zeit mit meiner Familie, meinen Freunden, die mir alle gerade nicht helfen können, muss ich noch mehr weinen.
Nein, mittlerweile heule ich.
Und zwar nicht dekorativ, sodass sich eine Träne an der Wange fängt, sondern hässlich. Mit unkontrolliertem Schluchzen.
Der Weihnachtsmann schaut mich fürsorglich an und zückt ein Taschentuch.
"Na, aber jetzt weinen Sie doch nicht, so schlimm kann es gar nicht sein"

Doch kann es, denn es ist Mathe. Und ich scheitere gerade an 1,79€. Das IST schlimm.

Irgendwie unbeholfen legt er tröstend seinen Arm um mich und drückt mich kurz an sich. Es ist bescheuert, aber es hilft wirklich.
Ich stehe dort also, schluchze immernoch, als er  hinter seinem riesigen Weihnachtsaufbau verschwindet und kurz darauf wiederkommt.
Mit einem goldenen Teddy auf seiner riesigen Hand sitzend.
Der sei für mich, sagt er.
Weil nichts so schlimm sein kann, dass ein Trösteteddy es nicht besser machen würde und weil man dafür nie zu groß ist.
Er steckt den Collegeblock in meine Tasche und lächelt mich an.
"Das wird schon, ich werde an Sie denken und der hier" - er deutet auf den Teddy - "passt auf, dass nichts schief geht okay?"

Dann lächelt er nochmal und lägt mir aufmunternd die Hand auf die Schulter.
Ich muss lachen. Und er auch.
Er lacht sogar wie der Weihnachtsmann. Laut und mit tiefer Stimme.
Und sein Bauch hebt und senkt sich dabei.




10/17/2011

ZURÜCKGERISSEN

3 Monate ging es mir gut.
Keine Alpträume mehr.
Ich konnte wieder durchschlafen. Oder überhaupt einschlafen.
Ich konnte wieder vorangehen.  
Leben.
Mich beruflich und persönlich weitereintwickeln.
Ich war endlich wieder ich. 

Und jetzt ist alles wieder zurück. Die Selbstzweifel. Die Angst, die mir den Hals zuschnürt, obwohl ich doch gar kein ängstlicher Mensch bin.
Die Unruhe in mir. Das Wissen, dass ich zurückmuss. 
An diesen Ort der doch eigentlich meine Zukunft bedeuten sollte, mich weiterbringen sollte - und mich am Ende nur bremst und das verhindert, was er eigentlich eröffnen sollte.
Und alle sagen ich solle stolz sein.
Ich solle mich glücklich schätzen.
Und ja, das tue ich.
Dass ich dieses Leben leben darf.
Dass ich diesen Weg einschlagen darf.
Dass ich diese Möglichkeiten habe und nutzen werde.
Aber dass ich dort bin, das ist kein Glück.
Glück fühlt sich ganz anders an.






Lina Mallon. Powered by Blogger.